Altersgruppe der 15- bis 45-Jährigen für Atomwaffenverbot
Berlin | Genf (IDN) – Dürften junge Leute in Fragen der atomaren Abrüstung entscheiden, würden alle globalen Atomwaffen als unmenschlich eingestuft und geächtet. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die unlängst auf einer UN-Konferenz in Genf bekannt gegeben wurde.
Die von jungen Mitgliedern der buddhistischen Friedensorganisation 'Soka Gakkai International' (SGI) durchgeführte Umfrage zeigt, dass 91,2 Prozent der befragten Teilnehmer im Alter von 15 bis 45 Jahren der Meinung sind, dass Atombomben unmenschlich sind. 80,6 Prozent sprachen sich für ein umfassendes internationales Abkommen aus, dass alle Massenvernichtungswaffen ächtet.
Von der nuklearen Nichtverbreitung zum kompletten Atomwaffenverbot
Von Tim Wright*
Melbourne (IDN) – Anfang März organisierte die norwegische Regierung die denkwürdige Konferenz in Oslo über die Auswirkungen von Atomwaffen auf die Menschheit und über das Unvermögen der Hilfsorganisationen, im Fall eines Atomangriffs angemessen zu reagieren. Mehr als 120 Regierungen, das Rote Kreuz und etliche UN-Organisationen nahmen daran teil. Ihre Botschaft war klar und deutlich: Um einen erneuten Einsatz von Kernwaffen zu verhindern, müssen sie verboten und sofort zerstört werden.
Rückenwind für Atomwaffengegner
Von Ramesh Jaura
Berlin (IDN) – Auch wenn eine atomwaffenfreie Welt noch länger auf sich warten lassen wird: ein entscheidender Schritt in diese Richtung ist getan. Diese Ansicht vertritt die Bewegung der Kernwaffengegner im Anschluss an die jüngsten Gespräche in Oslo über die verheerenden Auswirkungen von Atomwaffen auf die Menschen.
ICAN beschließt Massenproteste
Von Ramesh Jaura
Oslo (IDN) – Die Anti-Atomwaffenorganisation ICAN hat auf einem Forum in Oslo mit Unterstützung Norwegens die Weichen für die Entstehung einer globalen Bewegung zur Ächtung von Atomwaffen gestellt. Ausgewählte ICAN-Mitglieder aus Ägypten, Nigeria, Südafrika, Brasilien, Costa Rica, Deutschland und Schweden wurden damit beauftragt, eine breite Öffentlichkeit für ein 'Verbot der Bombe' zu mobilisieren.
2.000 Nuklearsprengköpfe abschussbereit
Von Jamshed Baruah
Berlin (IDN) – Dem UN-Institut für Abrüstungsforschung zufolge verfügen die USA und Russland auch nach dem Ende des Kalten Krieges vor mehr als 20 Jahren über eine Vielzahl von Kernwaffen, die in Minutenschnelle in Anschlag gebracht werden können.
In beiden Staaten sowie in Frankreich und Großbritannien stehen derzeit insgesamt 2.200 atomare Sprengköpfe zum Abschuss bereit. Die Zahl übersteigt diejenigen aller anderen Atomwaffenländer zusammengenommen, heißt es in einem Bericht des UN-Instituts.
"Dieses derzeitige Alarmbereitschaftslevel, das auf die Denkweise des Kalten Krieges zurückzuführen ist, weit über die derzeitigen und vorhersehbaren Sicherheitsbedürfnisse hinausgeht und sämtliche Bemühungen um eine Verringerung der Bedeutung und Rolle von Atomwaffen torpediert, wird durch eine zyklische (wenngleich falsche) Logik aufrechterhalten", bilanzieren die Autoren des Reports Matthew McKinzie vom 'Natural Resources of Defense Council' und Hans M. Kristensen, der das Nuklearinformationsprojekt der 'Federation of American Scientists' (FAS) leitet.
USA: Einsparungen bei den Nuklearausgaben
Von Jamshed Baruah
Berlin (IDN) – Der US-Kongressabgeordnete Edward J. Markey hat dem englischen Wort 'sane', zu Deutsch 'gesund' im Sinne von 'vernünftig', mit einer Gesetzesvorlage eine neue Dimension verliehen. Das 'Smarter Approach to Nuclear Expenditures' (SANE) verspricht dem US-amerikanischen Staat Einsparungen in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar allein durch das Ausmustern obsoleter Atomwaffensysteme.
Markey, der den Ko-Vorsitz der Abgeordneten für atomare Nichtverbreitung und Abrüstung (PNND) führt, hatte am 8. Februar im Repräsentantenhaus vorgerechnet, wie teuer den US-Steuerzahler das Festhalten an längst überholten oder überflüssigen Kernwaffen kommt. SANE genießt die Unterstützung von 34 US-amerikanischen zivilgesellschaftlichen Organisationen.
Südeuropa und Nordafrika können voneinander profitieren
Ein Gastbeitrag von Robin Niblett und Claire Spencer*
London (IDN) – Zu Anfang 2012 sieht sich Europa gleich mit zwei Krisen konfrontiert. Neben der fortgesetzten Instabilität der Eurozone besteht das Risiko, dass die arabischen Aufstände implodieren könnten, sollten sich die wirtschaftlichen Hoffnungen der Menschen nicht erfüllen.
Die Entscheidungsträger der Europäischen Union richten ihr Augenmerk auf die erste Krise: auf die Zukunft des Euro. Doch täten sie gut daran, sich die Verbindung zwischen den beiden Krisen zu vergegenwärtigen. Das Mittelmeer trennt das reiche Europa vom armen Nordafrika in einer Zeit, in der eine Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen zur Lösung beider Krisen beitragen könnte.
NATO setzt auf smarte Waffensysteme
Von Ronald Joshua
München (IDN) – In finanziell schwierigen Zeiten setzt die NATO auf die Entwicklung einer 'smarten' Brückentechnologie, die die Verwendung unterschiedlicher Typen und Generationen von Waffensystemen ermöglichen soll. Die Bedeutung eines solchen 'Plug-and-Play'-Ansatzes hat der NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen auf der soeben zu Ende gegangenen 48. Münchner Sicherheitskonferenz betont.
AFRIKA: Experten sehen rosige Zukunft
Von Jaya Ramachandran
Genf (IDN) – Afrika verzeichnet derzeit das zweitschnellste Wirtschaftswachstum der Welt. Und was vielleicht noch wichtiger ist: Die Region verfügt über 14 sogenannte Souveräne Vermögensfonds (SWFs) mit Anlagen im Gesamtwert von 114 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anteil an den globalen SWFs von drei Prozent. Erwartet wird, dass in Afrika noch mehr solcher Entitäten zur Regulierung staatlicher Einnahmen an den Start gehen werden.
Der Kontinent erzielte in den letzten beiden Jahren ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum von fünf Prozent. 2013 könnte das Bruttoinlandsprodukt sogar auf 5,3 Prozent ansteigen, wie Wirtschaftsexperten auf einem Treffen mit den Staatspräsidenten Nigerias und Südafrikas im Rahmen des 43. Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos vom 23. bis 27. Januar prognostizierten.
CHINA: Ressourcen-Bestandsaufnahme in umstrittenen Gebieten
Von Bijoy Das*
Neu-Delhi (IDN) – Nachdem die chinesische Regierung wiederholt Schritte unternommen hat, um ihren umstrittenen Territorialansprüchen im Südchinesischen Meer Nachdruck zu verleihen, will sie nun die Rohstoffvorkommen sämtlicher Meeres- und Inselgebiete sichten.
Wie aus einem chinesischen Medienbericht hervorgeht, sprechen die Behörden zwar von einer nationalen Bestandsaufnahme. Dass sie aber explizit die chinesische Präfektur Sansha im Südchinesischen Meer und weitere strategische Punkte erwähnen, stimmt nachdenklich.
Den chinesischen Vorstellungen zufolge soll die 'Zweite umfassende chinesische Untersuchung der Meeres- und Inselressourcen' in der ersten Hälfte des Jahres beginnen und im Dezember 2016 fertiggestellt sein. China begründet die Maßnahme damit, verbliebene Wissenslücken zu schließen, was Verteilung, Qualität und Menge der Rohstoffe in wichtigen Meeres- und Inselterritorien wie Sansha betrifft.
D. R. KONGO: UN bemüht sich um rasches Ende der humanitären Krise
Von Richard Johnson
Genf (IDN) – Die Zunahme der Gewalt zwischen ethnischen Gruppen hat in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) zu einer schweren humanitären Krise geführt. Tausende Menschen wurden vertrieben. Die UN-Stabilisierungsmission MONUSCO will nun mit ihren Partnerorganisationen 30,5 Millionen US-Dollar an Hilfsgeldern zusammenbringen, um 59.000 Menschen in der östlichen Provinz Nord-Kivu zu helfen.






